Gesellschaft für künstlerische Forschung in der Bundesrepublik Deutschland

Die Gesellschaft für künstlerische Forschung in Deutschland (gkfd) fördert, vernetzt und repräsentiert künstlerisch Forschende bundesweit. Die gkfd versteht sich als Ort des Austauschs über die spezifischen Formen und Verfahren der künstlerischen Forschung sowie der Reflexion auf die zunehmende Bedeutung von Kunst für das Wissen in der Gesellschaft. Sie unterstützt den professionellen Austausch und richtet sich als Bundesverband von künstlerisch Forschenden an die Öffentlichkeit und Politik. Zu den Aktivitäten der gkfd gehören die Ausrichtung von Festivals und Symposien, die Veröffentlichung und Verbreitung von Werken künstlerischer Forschung und der Einsatz für die Verbesserung von Förderungsmöglichkeiten.

Die Gesellschaft für künstlerische Forschung in Deutschland hat sich als gemeinnütziger Verein und Bundesverband im Jahr 2018 gegründet. Unter den Gründungsmitgliedern sind namhafte Künstler_innen, Kurator_innen und Theoretiker_innen, die das Gebiet der künstlerischen Forschung seit Jahren mit ihrer Arbeit prägen. In Arbeitsgruppen haben sich die Mitglieder zu Schwerpunkten im Feld der künstlerischen Forschung, zu ihrer Entwicklung und Konturierung zusammengetan. Außerdem vernetzen Ländergruppen Personen und Institutionen der künstlerischen Forschung auf Länderebene.

Aktuelles

Berliner Förderprogramm Künstlerische Forschung

Die gkfd freut sich bekannt zu geben, dass die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa ab 2020 ein neues umfangreiches Förderprogramm aufgesetzt hat, um die künstlerische Forschung in Berlin durch die Vergabe von Stipendien zu stärken und den Austausch zwischen forschenden Künstlerinnen und Künstlern zu unterstützen. Die Senatsverwaltung reagiert damit auf das wachsende Interesse an künstlerischer Forschung und die zunehmende Bedeutung von Kunst für das Wissen in der Gesellschaft. Während in den letzten Jahren – vor allem international – Promotionsprogramme für Künstlerinnen und Künstler entstanden sind, macht es sich das Berliner Förderprogramm zur Aufgabe, Forschungsprojekte unabhängig von den Kunsthochschulen zu fördern und Künstlerinnen und Künstlern abseits von Qualifizierungsprogrammen Freiräume des Forschens zu eröffnen. 

Gefördert werden Forschungsvorhaben aus allen Bereichen der Kunst sowie spartenübergreifende Projekte. Das Berliner Förderprogramm richtet sich an Personen und Gruppen, die sich durch ihre bisherige Arbeit im Feld der künstlerischen Forschung profiliert haben und sich an einer transdisziplinären Auseinandersetzung über die Grundlagen und die Weiterentwicklung forschender Praktiken in den Künsten beteiligen wollen.

Für die Förderjahre 2020/21, die im Januar 2020 ausgeschrieben wurden, sind insgesamt 357 Anträge aus den Bereichen Bildende Kunst, Film/Video, Literatur, Musik, Tanz, Theater sowie transdisziplinäre Projekte eingegangen.

Aus diesen empfahl eine unabhängige Jury insgesamt 13 Bewerbungen zur Förderung. Der Jury gehörten in diesem Jahr Alex Arteaga, Elise von Bernstorff, Iris Dressler, Kirsten Reese und Clemens von Wedemeyer an.

Stipendiat*innen des Berliner Förderprogramms Künstlerische Forschung für 2020/21 sind: 

Rheim Alkadhi, Mareike Bernien & Alexandra Gerbaulet, Marianna Christofides, Anke Dyes, Maria Eichhorn, Miriam Jakob & Jana Unmüßig, Christoph Keller, Katrin Mayer, Kamila & Jasmina Metwaly, Fehras Publishing Practices (Kenan Darwich, Omar Nicolas & Sami Rustom), Doireann O’Malley, Stefan Römer, Anna Zett & Hermann Heisig.

Die Ausschreibung für das Berliner Förderprogramm Künstlerische Forschung 2022/2023 wird – vorbehaltlich der Zusage der Mittel durch den Berliner Senat – im Frühjahr 2021 veröffentlicht.

http://kuenstlerischeforschung.berlin